Lean Startup Machine München

3 Takeaways als Mentor bei Lean Startup-Machine

Anfang August fand in der Münchner WAYRA Academy erneut einer meiner liebsten Startup Events in München statt: Lean Startup Machine. In einer erneut unglaublich inspirierenden Atmosphäre, validierten über 100 energiegeladene Teilnehmer das Wochenende über unterschiedlichste Businessideen. Neben Startup-Willigen fanden sich unter den Aktiven schon einige erfolgreiche Jungunternehmer (z.B. ein 23 jähriger Gründer mit 10+ Angestellten) wie auch Professionals von Software-Entwicklern über Produktmanager bis hin zu Geschäftsführern etablierter Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern. Für mich als Mentor war es besonders interessant die unterschiedlichen Dynamiken und Herangehensweisen der Teams im Verlaufe des Wochenendes zu verfolgen.

Drei Dinge sind mir dabei an diesem Wochenende besonders aufgefallen:

Flexibilität gewinnt

Der wichtigste Faktor für ein erfolgreiches Wochenende für die Teams war: Aufgeschlossenheit für Veränderung bzw. die Akzeptanz für die Realität. Insbesondere den Ideengebern musste es gelingen, eine gewisse Distanz und Neutralität zu ihren Idee zu wahren. Am Ende des Wochenendes lagen die Teams mit den fixiertesten Ideengebern hinten. Sie hatten nicht nur die geringsten Fortschritte bei der Weiterentwicklung ihrer Idee gemacht, sondern hatten auch bedeutend weniger über ihre Kunden und ihr Produkt gelernt.

Einige Gruppen konnten sich nicht von ihrer Idee losreissen und versuchten ausdauernd, das passende Problem zu einer fixierten Lösung zu finden. Die Idee konnte sich nicht entwickeln. Es war erstaunlich, wie sehr die flexiblen Team die unflexiblen in Kundenverständnis und Produktanforderungen abhängten.

Es ist nie zu spät

Besonders beeindruckt hat mich ein Team, das als Startup vorher bereits viele Monate an Ihrer Idee gearbeitet hatte. Ein „Kernteam“ des Startups wollte mittels Lean Startup herausfinden,

warum das bisherige Businessmodel nicht funktionierte. Die durchgeführten Experimente konfrontierten das Team in kürzester Zeit mit der Realität. Schon ihre ersten Interviews auf Basis des bestehenden Geschäftsmodells wurde invalidiert. Der Prozess zwang das Team, die Idee mit neuen Experimenten zu variieren. Und schon nach wenigen Iterationen fanden sie einen vielversprechenden Ausweg aus ihrem Dilemma. Das Team beendet das Wochenendes schließlich mit dem Fazit, dass sie nun in einem Wochenende mehr gelernt hatten, als in der gesamten Zeit davor. Beeindruckend!

„Get out of the Building“

Jeder der Teilnehmer hat es vor dem Wochenende schon gelesen – es zu erfahren verändert die Teilnehmer. Sie alle erkennen, weit weniger mit ihren Kunden persönlich zu reden, als sie es sollten. Stattdessen arbeiten sie an einer schönen Präsentation oder anderen scheinbar wichtigere Themen. In diesen drei Tagen waren alle Teams erstaunt, wie viel sie über ihre Kunden und Märkte in der kurzen Zeit gelernt haben. Wie schnell sie Geschäftsmodelle verworfen, geändert, invalidiert oder validiert haben. Einige Teams landeten am Ende des Tages mit einer Idee, die nichts mit dem ursprünglichen Geschäftsmodell zu tun hatte, aber viel mehr Interesse bei den Kunden zeigte. Junge Ideen brauchen viele Kundengespräche und die richtige Methodik – das war an diesem Wochenende wieder klar zu erleben.

Fazit

Das Wochenende war außerordentlich energiegeladen, inspirierend, voller interessanter Konversationen mit ambitionierten Menschen. Es herrschte eine Atmosphäre, die am Ende des Wochenendes alle Teilnehmer ein großes Lächeln auf ihr Gesicht malte.

Manche Teilnehmer haben am Montagmorgen den Song des Wochenendes auf Youtube gesucht, um die Energie wieder zu spüren. Ander Teilnehmer haben am Montag zu Ihrem Telefon gegriffen, um Ihre Idee zu testen. Was mehr kann ich mir als Mentor wünschen?

Das meist genutzte Wort des Wochenendes fasst das Event sehr gut zusammen: AWESOME 😉

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